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Ambulantes Clearing (AmbC)


Das Ambulante Clearing ist eine kurzfristige Intervention für ca. sechs Wochen und einzusetzen in Familien mit unklarer Sachlage zum Benennen der Art oder dem Umfang einer möglichen Hilfe. Das Ambulante Clearing ist ein Angebot, das dem Erkennen und Benennen der familiären und erzieherischen Situation dient. Es wird eingesetzt, wenn Hilfebedarf gesehen wird, jedoch noch Unklarheit über die Art der Hilfe besteht, oder wenn eine externe intensive Einschätzung nach § 8a KJHG erforderlich ist.

Ziele

  • Benennen und Dokumentieren der Fragestellung des Jugendamtes
  • Erarbeiten und Benennen der familiären und erzieherischen Situation (inkl. Dokumentation)
  • Einschätzung der Situation gem. § 8a, SGB VIII (imkl. Dokumentation)
  • Erarbeiten und Benennen der Möglichkeiten/Ressourcen der Familie (inkl. Dokumentation)
  • Sozioemotionale und pädagogische Diagnostik
  • Anteilig psychosziale Diagnostik
  • Erarbeiten und Benennen einer geeigneten Hilfeform mit der Familie


Spezifisches Kennzeichen des Ambulanten Clearings

Die Einschätzung des Familiensystems steht im Vordergrund, nicht bereits eine Intervention zur Veränderung der Situation!
Ziel ist es darüber hinaus, zu einer von möglichst allen Beteiligten getragenen Einschätzung der familiären Situation zu gelangen und auf dieser Basis gemeinsam zu entwickeln, welches Profil und welche Eigenschaften die mögliche Hilfe haben soll.
Die Maßnahme soll einen Rahmen von 6 Wochen nicht überschreiten, da sonst die Nähe und Affinität zum Familiensystem eine externe neutrale "Begutachtung" erschwert.

Die Maßnahme ist geeignet für

  • Familien und Lebensgemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichsten Konstellationen und Lebenssituationen, die sich auf eine derartige Arbeitsphase einlassen
  • Familien und Lebensgemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen, deren Möglichkeiten zur Selbsthilfe zumindest in Teilbereichen belastet sind und deren genauer Hilfebedarf erarbeitet werden soll

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